Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

RUB - Ruhr Universität Bochum

Kurzinfo

Terminvereinbarungen für Sprechstunden und ambulante Behandlung:


1. Notfallambulanz
Geöffnet täglich 24 Stunden
Telefon: 0234 / 509 - 2691

2. Kinderambulanzzentrum (Spezialsprechstunden)
Terminvergabe telefonisch:
täglich 8.00 bis 12.00 Uhr
Telefon: 0234 / 509 - 2631

 

3. SPZ - Sozialpädiatrisches Zentrum
Terminvergabe telefonisch:
Mo:      11.30 - 12.30 Uhr
Di - Fr:  11.00 - 12.30 Uhr
Telefon: 0234 / 509-2830

 

4. MVZ Dr. Michaela Kleber
Pädiatrische Endokrinologie
Terminvergabe telefonisch:
täglich 11.00 - 13.30 Uhr
Telefon: 0234 / 509-6654

 

5. Praxis Dr. Jörg Hohendahl
Terminvergabe telefonisch:
Mo, Di, Do, Fr. 9.00 bis 11.00 Uhr
Telefon: 0234 / 509 - 2631

 

 

Rheumatologie

Lilienthal
Eggert Lilienthal

Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises können bereits im Kindesalter auftreten. Neben den Gelenken können viele andere Organe betroffen sein.

Oft werden diese Krankheiten zunächst nicht erkannt und auf dem Weg zur Diagnose geht wertvolle Zeit verloren. In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin gibt es daher ein spezialisiertes Team, dass sich die Erkennung, Diagnose und Therapie der kindlichen Rheumaerkrankungen zur Aufgabe gemacht hat. Zu diesem Team gehören Fachärzte für Kinderheilkunde mit der Zusatzbezeichnung Kinder-Rheumatologe, Assistenzärzte in der Weiterbildung, Physiotherapeuten, ein Dipl.-Psychologe und eine Sozialarbeiterin.

Durch neue Therapieansätze und neue medikamentöse Behandlungsverfahren können die unterschiedlichen rheumatologischen Krankheitsbilder des Kindesalters heute deutlich erfolgreicher behandelt werden.

Eggert Lilienthal
Oberarzt

T (0234) 509 26 31
eggert.lilienthal@rub.de

 

Kinder- und Jugendrheumatologie

Ambulant und stationär: Diagnose und Therapie von Erkrankungen des rheumatologischen Formenkreises im Kindes- und Jugendalter

Die Diagnose und Therapie von Erkrankungen des rheumatologischen Formenkreises im Kindes- und Jugendalter erfolgt in der Universitäts-Kinderklinik Bochum sowohl ambulant als auch stationär. Hierführ stehen speziell ausgebildete Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung. Es besteht eine enge Kooperation mit der Physiotherapie und Ergotherapie sowie mit der Abteilung für Rheumaorthopädie und Dermatologie.

 

Rheuma-Team
Rheuma-Ambulanz

 

Empfehlungen und Kooperation
Die Behandlung in unserer Klinik richtet sich nach den Empfehlungen der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR) der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde. Zudem findet eine enge Kooperation mit anderen Zentren für Kinder- und Jugendrheumatolgogie in NRW im Sinne eines Qualitätszirkels statt.

Gelenke und Organe betroffen
Rheumatische Erkrankungen können sich im Kindes- und Jugendalter an Gelenken und einer Vielzahl von Organen manifestieren. Eine Arthritis wird definiert durch Schwellung, Rötung, Überwärmung und schmerzhafte Bewegungseinschränkung eines oder mehrerer Gelenke.

Abgrenzung erforderlich
Um von einer juvenilen idiopathischen Arthritis sprechen zu können, müssen diese Veränderungen über mindestens sechs Wochen bestehen. Bei der juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA) werden unterschiedliche Verlaufsformen beobachtet. Um die Diagnose einer JIA stellen zu können, ist neben der Anamnese eine umfassende körperliche Untersuchung unter Einbeziehung von Laboruntersuchungen und bildgebenden Verfahren (Sonographie, Röntgen, Kernspintomographie) erforderlich. Dies ist insbesondere wichtig, um eine differentialdiagnostische Abgrenzung zu einer Vielzahl von Erkrankungen, die ebenfalls mit Gelenkschwellungen einhergehen, vornehmen zu können.

Frühzeitig behandeln - Folgeschäden vermeiden
Die JIA ist durch eine auf autoimmunologischer Basis entstehende Entzündung der Gelenkschleimhaut (Synovia) zurückzuführen. Die Behandlung umfasst medikamentöse und physikalische Verfahren. Eine frühzeitige komplexe und spezialisierte Behandlung kann helfen, Folgeschäden zu vermeiden und den Patienten eine normale körperliche sowie psychosoziale Entwicklung zu ermöglichen. Die medikamentöse Therapie soll den Entzündungsprozess hemmen. Hierzu wird ein Stufenkonzept eingesetzt, das neben nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAID) Steroide, Basistherapeutika, Immunsuppressiva und immunmodulierende Substanzen umfasst. Außerdem wird großer Wert auf die physikalische Therapie, insbesondere Krankengymnastik, Kälte- und Wärmeanwendung sowie Ergotherapie gelegt.

Weitere Autoimmunerkrankungen
Neben der JIA werden in der Kinder- und Jugendrheumatologie weitere Autoimmunerkrankungen behandelt. Dazu zählen zum Beispiel der systemische Lupus erythematodes (SLE), die Dermatomyositis und Polymyositis und Sklerodermie. Diese Erkrankungen werden durch eine krankhafte Reaktion des Immunsystems gegen körpereigene Strukturen hervorgerufen und führen zu isolierten Symptomen an einzelnen Organen bis hin zu Systemerkrankungen.