Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

RUB - Ruhr Universität Bochum

Kurzinfo

Weitere Informationen:
www.stiftung-dianino.de

Terminvereinbarungen für Sprechstunden und ambulante Behandlung:


1. Notfallambulanz
Geöffnet täglich 24 Stunden
Telefon: 0234 / 509 - 2691

2. Kinderambulanzzentrum (Spezialsprechstunden)
Terminvergabe telefonisch:
täglich 8.00 bis 12.00 Uhr
Telefon: 0234 / 509 - 2631

 

3. SPZ - Sozialpädiatrisches Zentrum
Terminvergabe telefonisch:
Mo:      11.30 - 12.30 Uhr
Di - Fr:  11.00 - 12.30 Uhr
Telefon: 0234 / 509-2830

 

4. MVZ Dr. Michaela Kleber
Pädiatrische Endokrinologie
Terminvergabe telefonisch:
täglich 11.00 - 13.30 Uhr
Telefon: 0234 / 509-6654

 

5. Praxis Dr. Jörg Hohendahl
Terminvergabe telefonisch:
Mo, Di, Do, Fr. 9.00 bis 11.00 Uhr
Telefon: 0234 / 509 - 2631

 

 

Unsere Klinik > Abteilungen und Schwerpunkte > Diabetes mellitus im Kindes- und Jugendalter

Diabetes mellitus im Kindes- und Jugendalter

Bild: Funken
Eggert Lilienthal

Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“) ist die im Kindes- und Jugendalter am häufigsten vorkommende endokrinologische Erkrankung. Meist handelt es sich um den Diabetes mellitus Typ 1; bei dieser Form des Diabetes muss dauerhaft eine Insulintherapie durchgeführt werden. In den letzten Jahren stieg die Zahl neu erkrankter Kinder und Jugendlicher in Deutschland deutlich an, vor allem fiel auf, dass die Kinder bei Erkrankungsbeginn immer jünger sind.

 

In unserer Klinik behandeln wir z. Zt. ca. 180 Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1. Neben der stationären Behandlung bei Diagnosestellung und im Verlauf zur Neueinstellung und Nachschulung wird eine Diabetesambulanz angeboten. Ein multidisziplinäres Team bestehend aus Kinderärzten, Diabetesberaterin, Kinderkrankenschwestern, Ernährungsberaterin, Dipl.-Psychologe und einer deutschen und türkischen Sozialarbeiterin, behandelt und berät die Patienten und ihre Familien.

 

Diabetes mellitus - die "Zuckerkrankheit"

Eine chronische Erkrankung, mit der in Deutschland rund 25.000 Kinder und Jugendliche leben.

Diabetes mellitus Typ 1 ist die häufigste endokrinologische Erkrankung des Kindes- und Jugendalters und weist eine zunehmende Tendenz auf. In Deutschland leben rund 25.000 Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ 1. Täglich kommen drei bis vier neue Patienten hinzu.

 

Diabetesambulanz
Diabetesteam
Diabetesschulungen für Kinder- und Jugendliche

 

Diabetes mellitus Typ 1 ist eine chronische Erkrankung, die eine lebenslange Insulinzufuhr erforderlich macht. Die Ursachen für die Entwicklung dieser Erkrankung sind vielfältig und noch nicht abschließend geklärt. Die typischen Symptome - starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit und Gewichtsverlust - treten auf. Die Behandlung erfolgt mit Insulin, das nach verschiedenen Strategien zugeführt wird. Eine regelmäßige Stoffwechselkontrolle zur Überprüfung des Behandlungserfolges muss durchgeführt werden. Bei Neuerkrankung an Diabetes mellitus Typ 1 wird eine intensive Schulung des Patienten und seiner Eltern durchgeführt. Anschließend erfolgt eine ambulante Betreuung in enger Zusammenarbeit zwischen kinder- und jugenddiabetologischer Spezialambulanz und Kinder- und Hausarzt.

Diabetes mellitus Typ 2 wird oft noch als "Altersdiabetes" bezeichnet. Die Entwicklung in den letzten Jahren hat allerdings gezeigt, dass diese Form des Diabetes weltweit und in Deutschland zunehmend auch im Kindes- und Jugendalter auftritt. Neben Erbfaktoren sind insbesondere auch Lebensgewohnheiten mit Fehlernährung und daraus resultierendem Übergewicht sowie mangelnder körperlicher Aktivität verantwortlich. Die Ursache der Erkrankung ist kein Insulinmangel wie bei Diabetes mellitus Typ 1. Die Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 zielt zunächst auf eine Ernährungsumstellung mit Gewichtsreduktion und Motivation zu sportlicher Betätigung ab. Sollten diese Maßnahmen ohne Erfolg bleiben, kann eine medikamentöse Behandlung mit Tabletten (z.B. Metformin) oder in der Folge auch Insulin erforderlich werden.

MODY (Maturity Onset Diabetes of the Young) ist die Bezeichnung für eine Sonderform des Diabetes mellitus. Sie tritt meist vor dem 25. Lebensjahr auf und wird in Familien von Generation zu Generation weitergegeben. Ein spezieller molekulargenetischer Nachweis ist möglich. Bisher sind elf verschiedene MODY-Formen bekannt. Die Behandlung erfolgt diätetisch oder medikamentös.